Vorzüge
- Mehrwert für Ihr Teleskop: Nicht nur beobachten, sondern auch fotografieren.
- Qualitätsbilder weit entfernter Motive aufgrund hoher Brennweiten von 800mm bis zu 4500mm
- Rücksichtsnahme auf die Natur – beobachten und fotografieren aus gebührender Distanz
- Leichter und kostengünstiger im Vergleich mit SLR-Kameras und Tele-Vorsatzlinsen.
- Bilder können unmittelbar nach der Aufnahme geprüft und betrachtet werden
- Fotos können durch die digitale Technologie am Computer nach Belieben bearbeitet, archiviert, präsentiert, kopiert und versendet werden
Besonderheiten
Fotografieren von ruhenden und sich bewegenden Motiven
| Bis vor kurzem galt in der Digiskopie noch der Grundsatz, dass das Haupteinsatzfeld in der Fotografie ruhender Objekte liegt. Aufgrund der neuesten Technologien bezüglich Vollformat Spiegelreflexkameras, höheren ISO-Bereichen und verbesserten Auslösemechanismen werden heutzutage auch sehr gute Ergebnisse beim freihändigen Digiscoping mit Spiegelreflexkameras erzielt. |

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Fotografieren auf weite Distanz
Digiscoping ist besonders für das Fotografieren weit entfernter Objekte geeignet. Ist das Beobachtungsobjekt nur wenige Meter vom Betrachter entfernt, kann es passieren, dass der Nahfokus des Teleskops unterschritten wird oder dass bereits Teile des Motivs das ganze Bild ausfüllen.
Vignettierung

Ein Teleskop hat grundsätzlich die Aufgabe, ein vergrößertes Bild an das Auge des Betrachters heran zu bringen. Am Anfang des Teleskops dringt das Licht in die große Objektivlinse ein und kommt durch das Okular als runde Lichtsäule heraus: die so genannte „Austrittspupille". Diese Lichtsäule wird von der Kamera fotografiert, deshalb muss sie exakt über dieser zentriert sein, damit es nicht zur sogenannten Vignettierung" (Abschattung) kommt, die das Bild beeinträchtigt.
Die Ursache beim Digiscoping kann entweder darin liegen, dass das Sehfeld der Kamera größer ist als das Sehfeld des Okulars am Teleskop oder dass die Kamera nicht exakt zum Okular positioniert ist. Bei Verwendung einer geeigneten Kompaktamera kann der Digiscoper die Vignettierung mit Hilfe des optischen Zooms der Kamera vermeiden. Bei Spiegelreflexkameras mit 50mm Objektiv bzw. mit dem Kameraadapter TLS 800 treten keine Vignettierungen auf.
Abhängigkeit von äußeren Bedingungen

Gute Bildresultate hängen beim Digiscoping, wie auch in der Telefotografie, nicht zuletzt von den Witterungsverhältnissen ab. Gute Lichtverhältnisse und Windstille sind für hochwertige Aufnahmen unabdingbar. Auch die Luftqualität und die Lufttemperatur sind entscheidende Einflussfaktoren. In diesem Zusammenhang darf nie vergessen werden, dass Luft ein Gasgemisch ist, vorhandene Schmutzpartikeln oder Temperaturflimmern spiegeln sich in der Qualität der Aufnahme wieder.

Große Brennweite – geringe Schärfentiefe und hohe Verwacklungsgefahr
Als Konsequenz der bisweilen extrem großen Brennweite ist die Schärfentiefe beim Digiscoping relativ gering. Es ist daher meist nicht möglich, mehrere Objekte oder ein formatfüllendes Motiv komplett scharf in Szene zu setzen. Ebenfalls auf die hohe Brennweite zurückzuführen ist die große Verwackelungsgefahr beim Digiscoping. Bereits schwacher Wind, das Betätigen des Auslösers oder ein Zucken des beobachteten Tiers kann ausreichen, um dem Foto die Schärfe zu nehmen. Geringe Zoomfaktoren bei Kamera und Teleskop verringern die Brennweite und erleichtern damit das Fotografieren.
